04.04.2021

Osteoporose rechtzeitig erkennen - Knochenbrüche verhindern!

 

Osteoporose kommt häufig vor - doch viele Menschen wissen nicht, dass sie betroffen sind. Denn diese Skeletterkrankung macht erst Beschwerden, wenn bereits Knochenbrüche aufgetreten sind. Die Knochenmasse der betroffenen Patienten ist erniedrigt und die Knochenstruktur verschlechtert, so dass es bereits bei vermeintlich harmlosen Stürzen oder alltäglichen Aktivitäten (Heben und Tragen) zu Frakturen (Brüchen) kommen kann.  Besonders häufig sind Wirbelkörper, der hüftgelenksnahe Oberschenkel (Schenkelhals), der Unterarm, der Oberam und das Becken betroffen. Osteoporotische Frakturen führen häufig zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität und der Selbstständigkeit der Betroffenen. 

 

Frauen erkranken häufiger 

Osteoporose betrifft besonders häufig Frauen nach der Menopause – bei etwa jeder vierten Frau über 50 Jahre liegt bereits eine Osteoporose vor. Mit steigendem Alter steigt auch die Häufigkeit der Osteoporose an. In 95% der Fälle handelt es sich um eine sogenannte primäre Osteoporose, das heißt die Osteoporose tritt nicht als Folge einer anderen Erkrankung auf. In den 5 % der Fälle, in denen die Osteoporose sekundär auftritt, spielen als Ursache häufig eine länger andauernde Cortisontherapie (z. B. bei rheumatischen Erkrankungen), hormonelle oder Stoffwechselerkrankungen eine Rolle.

Wie wird Osteoporose festgestellt?

Zunächst wird Ihr Arzt Sie nach Ihren Beschwerden fragen und Sie dann gründlich körperlich untersuchen. Die technische Standarduntersuchung zum Nachweis einer Osteoporose ist die Knochendichtemessung (Osteodensitometrie) mittels der "Dual-X-Ray-Absorptiometrie" (DXA) an der Lendenwirbelsäule und am hüftgelenksnahen Oberschenkelknochen. Diese kann im MVZ Dr. Kretzmann & Kollegen durchgeführt werden und dauert nur wenige Minuten. Anschließend bespricht Ihr Arzt das Ergebnis mit Ihnen und erläutert Ihnen, ob eine spezifische Therapie erforderlich ist bzw. welche vorbeugenden Maßnahmen sinnvoll sind. Ergeben die Vorgeschichte und/oder die körperliche Untersuchung den Verdacht auf Wirbelkörperbrüche, werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Bei einigen Patienten werden auch Laboruntersuchungen durchgeführt, um eine sekundäre Osteoporose (d.h. eine Osteoporose als Folge einer anderen Grunderkrankung) auszuschließen oder zu bestätigen oder um die Osteoporose gegenüber anderen Skeletterkrankungen abzugrenzen.

Die richtige Ernährung und Bewegung als Basis

Sowohl für bereits betroffene Patienten als auch zur Vorbeugung gilt: Die richtige Ernährung und ausreichende Bewegung spielen eine große Rolle! Nur wenn mit der Nahrung keine ausreichende Kalziummenge aufgenommen wird (der Tagesbedarf liegt bei ca. 1000 mg), sollten in Rücksprache mit dem Arzt Kalziumpräparate eingenommen werden. Auch ein Vitamin D3-Mangel sollte unbedingt vermieden werden. Insbesondere im Winter und bei Menschen, die sich wenig im Freien aufhalten, reicht die körpereigenen Produktion häufig nicht aus. In diesen Fällen ist die Einnahme von Vitamin D empfehlenswert. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt dazu beraten! Regelmäßige körperliche Aktivität, um Muskelkraft und Koordination zu fördern, ist ebenfalls von großer Bedeutung.

Wann kommen Medikamente zum Einsatz?

Zur Behandlung der Osteoporose gibt es verschiedene Medikamente, deren Wirksamkeit in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen werden konnten. Falls bei Ihnen eine Osteoporose vorliegt, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob eine Therapie erfolgen sollte und welche Medikamente geeignet sind. Bei bereits stattgehabten Wirbelkörperbrüchen, die ohne Sturz oder größere Krafteinwirkung entstanden sind, wird im allgemeinen rasch eine Therapie begonnen, da das Risiko für Folgebrüche gerade in den ersten Monaten und Jahren sehr hoch ist. Neben den Ergebnissen der Knochendichtemessung (T-Werte) wird immer auch berücksichtigt, ob weitere Risikofaktoren (z. B. Cortisontherapie) vorliegen. Je mehr Risikofaktoren bestehen, desto großzügiger wird die Indikation zur medikamentösen Behandlung gestellt.

 

 
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